SYNEMA empfiehlt: „Das Zelluloid, das lässt einen nicht los“ – 1x im Kino, 1x zum Nachlesen


Anlässlich der Vorführung von Peter Goedels herzerwärmendem Film „Alois Gugutzer, Filmvorführer: „Das Zelluloid, das läßt einen nicht los“ IM KINO (!) *) im Rahmen der ANALOGEN (!) 33. Ausgabe des Festivals DER NEUE HEIMATFILM vom 26. bis 30. August im oberösterreichischen Freistadt **), erlauben wir uns, Sie auf unsere SYNEMA-Publikation aufmerksam zu machen:

Peter Nau
Das unbekannte Meisterwerk. Die Filme von Peter Goedel

cid:image003.png@01D67561.45B95660

Peter Goedel ist als Film- und TV-Regisseur ein Autorenfilmer, ein Essayist und poetisch Forschender obersten Ranges, mit großer Affinität zur Literatur und Musik. Wir dringen ins Innerste dessen ein, was er in seinen Filmen darstellt. Gleichzeitig ist die Form dieser Darstellung, das Filmische also, bei ihm jederzeit spürbar, sodass auch die beglückende Erfahrung einer Freiheit dem Gegenstand gegenüber immerzu mit im Spiel ist. Wir wandeln in den Geheimnissen und Weiten des Dargestellten, tragen Schätze aus ihm ein, verändern und belehren uns dabei.

Die vorliegende Broschüre enthält Betrachtungen (Miniaturen) zu allen zugänglichen Filmen Peter Goedels, einen Beitrag zu seiner Biografie, eine Filmografie und ein Vorwort zum stilvoll Schönen seiner Filme. (Peter Nau)

Die Miniaturen von Peter Nau zu den Filmen von Peter Goedel: Gruselkrimis in der Hauptschule – Elias Canetti – Was Eltern fordern – Rainer, 21 Jahre, möchte Schlagersänger werden – Wir vom Film – Talentprobe – Rückkehr zu den Sternen – Hugo Kükelhaus – Hinter den Elbbrücken – Das Treibhaus – Treibhaus Bonn – Es war einmal in Masuren – Verschollen im Videoraum – Das Feuer der Menhire – Trip nach Tunis – La Star de Babelsberg – Faber-Castell – Stars unter Palmen – Tanger – Eine Kindheit in Marokko – Verbrechen in Florenz – An der Straße von Gibraltar – Talentprobe: Ein Wiedersehen – Gertis Schoppenstube – Ein Klubhaus erzählt – Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da

52 Seiten, 35 Fotos in Farbe und Schwarzweiß, geheftet
Verlag: SYNEMA Publikationen (Wien)
ISBN 978-3-901644-75-7. Preis: € 10.-

Im Buchhandel erhältlich oder Bestellungen gerne auch direkt bei: office[at]synema.at

Im Buchhandel erhältlich oder Bestellungen gerne auch direkt bei: office[at]synema.at

__

*)

Alois Gugutzer, Filmvorführer: „Das Zelluloid, das läßt einen nicht los“

D 1979, 16mm, s/w + Eastmancolor, 99 Minuten

Regie, Buch, Schnitt, Produzent: Peter Goedel. Kamera: David Slama. Kameraassistenz: Wolfgang

Höpfner. Ton: Thees Klahn. Mischung: Willi Schwadorf. Produktion: Peter Goedel Filmproduktion (München), WDR (Köln). Redaktion: Helmut Merker

Mitwirkender: Alois Gugutzer. Drehort: Royal-Palast (München)

cid:image001.png@01D67561.E3894530

Seit über 50 Jahren legt Alois Gugutzer Zelluloid in die Projektionsapparate ein; er kennt noch das Ende der Stummfilmzeit, hat den Siegeszug des Tonfilms miterlebt, Soldaten- und Wanderkinos betrieben und war nach dem Krieg in der großen Zeit des Kinos dabei mit Starrummel und Galapremieren. 1979 beobachtete Peter Goedel den damals 60 Jahre alten Filmvorführer bei seiner Arbeit in einem Münchner Multiplexkino mit vier Sälen und automatisch gesteuerter Projektion. Ein Dokumentarfilm über eine vergangene Ära des Kinos.

Sa, 29. August, 15:15 Uhr, Kino 1, Local-Bühne, Salzgasse 25, 4240 Freistadt

Ticketbestellungen hier: https://www.filmfestivalfreistadt.at/2020/index.php?site=movie&mId=2614

__

**) Aus dem Einleitungstext des heurigen Festivals:

Ja, es gibt ein 33. Festival 2020. Nachdem zahlreiche Veranstaltungen im Frühjahr und Sommer abgesagt werden mussten, ist es eine besondere Freude, dass das Festival DER NEUE HEIMATFILM heuer stattfinden kann. Inmitten von Absagen und Einschränkungen haben wir schnell gemerkt, welchen Stellenwert Kunst und Kultur in unserer Gesellschaft einzunehmen scheinen.

Die Entscheidung, dass es das Festival, sofern es die Maßnahmen erlauben, auch in diesem Jahr geben soll, war dennoch klar, ebenso wie dass es im realen Raum, dem Kino, stattfinden wird. Das Festival ist und soll ein Ort des Austausches sein, ein Ort der Begegnungen mit filmischen Welten, aber auch mit realen Menschen. Wir brauchen Sie, wir brauchen das Publikum, das das Festival erst zu einem Festival macht.

Vieles wurde in den letzten Monaten (zu Recht) in Frage gestellt – ein Zeitpunkt, um althergebrachte Systeme zu diskutieren, zu dekonstruieren und neu zu denken. So wie es auch den komplexen Begriff “Heimat” immer wieder aufs Neue zu analysieren gilt.

Dekonstruktion greift auch der erste Trailer in der Geschichte des Festivals von Siegfried A. Fruhauf auf, in dem Aufnahmen von der Sprengung zweier Hochhäuser in Oberösterreich – einem lokalen Ereignis – verarbeitet wurden. Zahlreiche Themen, die, als wir mit unseren eigenen Ängsten im “Lockdown” beschäftigt waren, bedenklich an den Rand der medialen Berichterstattung gedrängt wurden, finden sich im diesjährigen Filmprogramm.

So erzählt der Eröffnungsfilm EIN BISSCHEN BLEIBEN WIR NOCH die Geschichte zweier tschetschenischer Flüchtlingskinder in Österreich, der Dokumentarfilm VOLUNTEER von Menschen die für die humanitären Werte Europas kämpfen.

Was es bedeutet wenn, abseits eines “Lock-downs”, die (neue) Heimat auf die Enge einer Wohnung beschränkt ist, spürt man in JIYAN, in dem das Leben eines soeben in Deutschland angekommenen syrischen Paares auf wenige Quadratmeter reduziert und seine Privatsphäre ignoriert wird. Und die in einem Flüchtlingslager lebenden jugendlichen Sahrawis in HAMADA, deren Eltern vor Jahrzehnten aus der Westsahara vertrieben wurden, wissen ganz genau, wie es ist, nicht einfach weg in eines anderes Land fahren zu können.

Der unerlässlichen Aufgabe einander zuzuhören, haben sich im Besonderen die Dokumentarfilme WEM ERZÄHLEN, MANCHMAL IST ES SCHÖN MIT DIESEN MENSCHEN ZU SPRECHEN, aber auch die österreichische Produktion DER SCHÖNSTE PLATZ AUF ERDEN, als Preview beim Festival zu sehen, angenommen.

Einblick in das Leben im ländlichen Raum in den USA geben die Filme BULL und PAHOKEE. Eine Werkschau widmet das Festival dem jungen Regisseur Claudio Giovannesi, der sich in seinen Filmen mit der Veränderung der italienischen Gesellschaft auseinandersetzt.

Fortgeführt wird das HFFchen mit ZU WEIT WEG, einem Film für Kinder. In Kooperationen mit der Diagonale und Crossing Europe finden Filme aus den Programmen der abgesagten Festivals in Freistadt einen Weg auf die Leinwand.

Der großen Liebe zum Kino zollt der historische Beitrag ALOIS GUGUTZER: FILMVORFÜHRER aus 1979 Tribut und ein spannender Blick in die Vergangenheit wird geboten, wenn Maria Hofstätter aus Texten der Sozialwissenschafterin Marie Jahoda aus dem Jahr 1938 liest.

Insgesamt 49 Spiel-, Dokumentar- und Kurz-filme, zwölf davon in den Wettbewerben Spiel- und Dokumentarfilm, präsentiert das Festival dieses Jahr. Wir wünschen allen Besucher*innen eine anregende Zeit beim Festival DER NEUE HEIMATFILM und freuen uns auf die Gäste, die wir in Freistadt begrüßen dürfen.

Wolfgang Steininger, Andreas Mittrenga, Katharina Riedler, Gerald Schaffarczyk, Markus Vorauer

Detaillierter Inhalt zum Programm, Spielplan und Ticketbestellungen unter: https://www.filmfestivalfreistadt.at

 

**

SYNEMA – Gesellschaft für Film und Medien ist eine – vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, Sektion IV: Kunst und Kultur/Abt. 3: Film – geförderte Institution.

**