Marbel Sandoval Ordóñez
An einem Seitenarm des Río Magdalena
¡Premiere!
Lesung und Gespräch: Marbel Sandoval Ordóñez
Moderation, Gespräch und Übersetzung: Erich Hackl
Die Kolumbianerin Marbel Sandoval Ordóñez, geb. 1959 in Bogotá, hat als Journalistin für mehrere kolumbianische Zeitungen und Presseagenturen gearbeitet und lebt heute als freie Schriftstellerin in ihrer Geburtsstadt und in Madrid. An einem Seitenarm des Río Magdalena (En el brazo del río), von Erich Hackl ins Deutsche übersetzt, bildet mit den Romanen Las Brisas und Joaquina Centeno den Zyklus Conjuro contra el olvido (Verschwörung gegen das Vergessen). Darin schildert die Autorin zunächst eine Freundschaft die aus den Ich-Perspektiven zweier Mädchen erzählt wird. Dass die eine, Paulina, ermordet wurde und aus dem Jenseits erzählt, wird erst nach und nach deutlich. Ihren Roman über das allmähliche Erwachen politischen Bewusstseins und über ein Massaker auf einer Finca am Río Magdalena, den Alltag in einer Stadt, Barrancabermeja, der vom Erdöl und vom Kampf ums Überleben bestimmt wird, stellt Marbel Sandoval Ordóñez im Gespräch mit ihrem Übersetzer Erich Hackl im Literaturhaus Wien erstmals in Österreich vor. An einem Seitenarm des Río Magdalena spielt in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, hallt aber bis ins Heute nach. Denn das, was Paulina, berichtet und erleidet, bestimmt immer noch das Leben der Campesinos in einem der schönsten und grausamsten Länder Lateinamerikas. Der Abend findet auf Spanisch und Deutsch statt.
