Ins Deutsche übersetzt von… Susanna Yeghoyan


Mi, 25.3.2026, 19.00
#ÜBERSETZUNG

Ins Deutsche übersetzt von…
Susanna Yeghoyan

Guggolz

¡Translation!

 
 

Mit dem Roman Jerewan entwirft Mkrtitsch Armen (1906–1972) ein vielschichtiges Porträt der armenischen Hauptstadt zwischen Erinnerung und Umbruch. In den 1920er Jahren soll die Stadt – als Hauptstadt einer frisch gegründeten Sowjetrepublik – neu geplant werden: Alte Viertel werden vermessen, abgerissen und durch moderne Gebäude ersetzt. Der in Leningrad ausgebildete Architekt Arschak Budarjan kehrt zurück, um an diesem Projekt mitzuwirken, und findet sich mitten in einer ästhetischen und zivilisatorischen Auseinandersetzung: Soll der Fortschritt dieser Stadt radikal die Wurzeln ausreißen oder soll er aus den Wurzeln die Kraft für eine Modernisierung schöpfen, die das Bestehende bewahrt und schützt? In einem spannungsgeladenen Duell stehen einander Arschak und sein doppelgängerhafter Antagonist Gurgen Parsadanjan gegenüber und setzen wie in einem Schachspiel Zug um Zug im Kampf um ihre Vision. Vor der Kulisse einer Stadt im Wandel lässt Armen Weltanschauungen aufeinandertreffen und beschwört das verschwindende Jerewan und seine Bewohner herauf, deren traditionelle orientalische Welt unter dem Druck der Modernisierung zu zerbrechen droht. 1932 schrieb der Autor in einem Essay über sein Werk: „In Jerewan ist nichts ein Zufall oder aus einer Laune heraus entstanden.[…] In meinem Epos treffen mehrere Perspektiven aufeinander: die realistische, die symbolistische, die naturalistische.“
Rosemarie Tietze und Susanna Yeghoyan gehen der Vielschichtigkeit des Romans und den wechselnden Perspektiven auf die Spur und ergründen die stilistischen Herausforderungen, die sich daraus für die Übersetzung ergeben. Der Roman erscheint 2026 im Guggolz Verlag.

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