KEINE | ANGST vor der Angst 27.11.2019 bis 31.03.2020 – Ausstellung


Anlässlich des diesjährigen Internationalen Literaturfestivals Erich Fried Tage
KEINE | ANGST. Literarische Schreckensbilder und Strategien der Angstüberwindung zeigt die Internationale Erich Fried Gesellschaft, die sich ein Jahr nach dem Tod des österreichischen Lyrikers, Essayisten und Übersetzers Erich Fried (1921–1988) begründete, eine groß angelegte Ausstellung mit Texten, Bildern, Collagen, Objekten und Installationen ihrer Mitglieder.

Unter dem Titel KEINE | ANGST vor der Angst versammelt die Schau 25 Beiträge namhafter Autor/inn/en und Literaturwissenschaftler/innen aus dem deutschen Sprachraum – darunter Gustav Ernst, Sabine Gruber, Josef Haslinger, Walter Hinderer, Elfriede Jelinek, Friederike Mayröcker, Rainer Merkel, Teresa Präauer, Doron Rabinovici, Kathrin Röggla, Robert Schindel, Daniela Strigl, Beatrice von Matt und Klaus Wagenbach.
Die Bandbreite der gewählten Zugänge reicht von der Darstellung persönlicher Angstmomente bis hin zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema.

So präsentiert Friederike Mayröcker einen kleinen Plastik- Snoopy – ihr wertvoll geworden als Trostgeschenk – gemeinsam mit einem ihrer unverwechselbaren Prosagedichte.

Robert Schindel, Präsident der Internationalen Erich Fried Gesellschaft, schildert, wie seine Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg mit einem roten Ball verschmelzen, mit dem er im Nachkriegswien als Junge auf der Jesuitenwiese Fußball gespielt hat.

Sabine Gruber beschreibt in ihrem Audiobeitrag, wie eine Fotografie des USamerikanischen Fotografen Harry Lapow aus dem Jahr 1970 – ein schlafendes Kind am Strand von Coney Island – ihre frühkindliche Angst vor Gewittern wachruft.

Josef Haslinger hat jenes Marmeladenglas zur Verfügung gestellt, von dem in
seinem Buch phi phi island. ein bericht – in dem er darüber schreibt, wie er und
seine Familie die Tsunami-Katastrophe von 2004 auf der thailändischen Insel Ko Phi Phi überlebten – die Rede ist und in dem er jenen Sand aufbewahrt, der in die Hoteltresore und die dort deponierten Pässe und Wertsachen seiner Familie eingedrungen war.

Kathrin Rögglas Ausstellungstext Kleine Geographie der Angst korrespondiert mit einer akustischen Phobienliste von A – Ablutophobie bis Z – Zoophobie.

Walter Hinderer, deutscher Literaturwissenschaftler in Princeton, montiert
philosophische, psychologische und literarische Schlüsselstellen zu einer Angst-Collage, während die Schweizer Publizistin Beatrice von Matt ihren Beitrag einem der größten Angsthasen der Literaturgeschichte widmet: Jean Pauls Feldprediger Schmelzle.

Kuratorin: Anne Zauner
Ausstellungsgestaltung: Dominik Hruza

Mit Dank an die Mitglieder der Internationalen Erich Fried Gesellschaft für ihre
Beiträge. Eine Kooperation mit der Internationalen Erich Fried Gesellschaft, mit Unterstützung des Bundeskanzleramts | Kunst und der Literar-Mechana.

Eine Ausstellung anlässlich des Internationalen Literaturfestivals Erich Fried Tage 2019 – erichfriedtage.com

Eröffnung: Di, 26.11.2019, 19.00 Uhr
Dauer der Ausstellung: Mi, 27.11.2019 bis Di, 31.03.2020
Öffnungszeiten: Mo–Do: 9.00–17.00 Uhr
Weihnachtsschließtage: Fr, 20.12.2019 bis Mo, 06.01.2020