Moderation: Anne Zauner (Literaturhaus Wien).
Ungesehenes
Die aus Südtirol stammende Filmemacherin und Autorin Carmen Tartarotti präsentiert noch nie gezeigtes Filmmaterial, das im Zuge ihrer filmischen Mayröcker-Porträts 1 Häufchen Blume 1 Häufchen Schuh (Mitarbeit: Bodo Hell, 1991) und Das Schreiben und das Schweigen (2008) entstanden ist.
Tonarten des Weisz
Die Übersetzerin und Dozentin für Literaturgeschichte Juliana Kaminskaja aus St. Petersburg hält einen Kurzvortrag über ihren seit vielen Jahren geführten intensiven Dialog mit der Dichterin und ihrem Werk.
Die legendäre „Zettel-Höhle“ im 5. Wiener Gemeindebezirk, die in den letzten 21 Jahren Mayröckers Lebens- und Schreibort war, bleibt eine Dichter:innen-Wohnung. Ab 2025 sind die Stipendiat:innen von Österreichs erstem internationalen Poets-in-Residence-Programm dort zu Gast. Über ihre Tätigkeit als Mayröcker-Residence-Juror:innen 2024/2025 sprechen die Autorinnen Heike Fiedler (CH/D) und Anja Zag Golob (SLO) sowie der Autor Josef Haslinger (A).
Momentaufnahmen
Darüber hinaus ist an diesem Abend eine Friederike-Mayröcker-Fotoserie einmalig zu sehen: Die Bilder, Schnappschüsse zumeist, stammen aus dem mehrere tausend Fotos umfassenden Privatarchiv von Edith Schreiber, der langjährigen Vertrauten der Dichterin.
Friederike Mayröcker
Residence
Das Literaturhaus Wien startete im Juli 2024 das erste internationale Poets-in-Residence-Programm des Landes. Das Programm, das im Gedenken an die bedeutende Autorin Friederike Mayröcker (1924-2021) initiiert wurde, richtet sich an Poet:innen jeden Alters, die – wie Mayröcker – inhaltlich, stilistisch oder formal innovative Wege beschreiten.
Lyriker:innen aus Europa und der ganzen Welt waren eingeladen, sich bis 30. August 2024 für ein Stipendium zu bewerben. Ab 2025 werden pro Jahr jeweils fünf Stipendiat:innen für zwei Monate in Friederike Mayröckers legendärer Wohnung zu Gast sein. Über die Vergabe entscheidet eine dreiköpfige Jury, der für das Jahr 2025 Heike Fiedler (CH/D), Anja Zag Golob (SLO) und Josef Haslinger (A) angehören.
Finanziert wird das Programm vom BMKÖS (Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport).
