Online: Erich Fried: Mitunter sogar Lachen. Erinnerungen (Wagenbach, 2021) – Buchpräsentation & Gespräch – via Livestream


Leider ist zum Jubiläum noch kein Publikum vor Ort zugelassen,  alle Veranstaltungen sind jedoch via Livestream auf der Homepage https://www.literaturhaus.at frei zugänglich: Link.

Mit Josef Haslinger, Teresa Präauer und Susanne Schüssler
Moderation: Günter Kaindlstorfer (Journalist und Autor)
Der Burgtheater-Schauspieler Bardo Böhlefeld liest ausgewählte Fried-Texte.
Ausgehend von den in einer limitierten Geburtstagsausgabe – mit Fotos, einer Lebenschronik und einem Nachwort von Josef Haslinger – erschienenen Lebenserinnerungen des großen Dichters und politischen Moralisten Erich Fried sprechen die Autor/inn/en Josef Haslinger und Teresa Präauer – beide sind auch Mitglieder der Internationalen Erich Fried Gesellschaft – mit der Wagenbach-Verlegerin Susanne Schüssler über den leidenschaftlich engagierten Autor, der in den Nachkriegsjahren neue Maßstäbe für die politische Lyrik setzte. Im Raum steht auch die Frage, welche Rolle der gesellschafts-/politisch engagierten Literatur in der heutigen Zeit zukommt, die von den Auswirkungen einer Pandemie, von drohenden Klimakrisen und wachsender Demokratieverdrossenheit geprägt ist.

Josef Haslinger
, geb. 1955 in Zwettl/Niederösterreich. Autor und Professor für literarische Ästhetik am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sein Politthriller Opernball (wie fast alle seine Bücher bei S. Fischer erschienen) über einen fiktiven terroristischen Anschlag auf den Wiener Opernball machte ihn 1995 international bekannt. Es folgten der Roman Das Vaterspiel (2000), die Erzählungen Zugvögel (2006) und 2007 der autobiografische Bericht
Phi Phi Island über die Tsunamikatastrophe 2004 in Südost-Asien. 2011 veröffentlichte er den Roman Jáchymov, einen Tatsachenroman über einen dem kommunistischen Terror zum Opfer gefallenen Eishockey-Nationalspieler der CSSR. In dem 2020 erschienenen Werk Mein Fall berichtet Josef Haslinger von dem ihm als Kind im Sängerknabenkonvikt des Stiftes Zwettl widerfahrenen sexuellen Missbrauch und seine Anstrengungen, den Fall bei
der „Unabhängigen Opferschutzkommission“ der österreichischen Bischofskonferenz  vorzutragen.
Der Autor wurde vielfach ausgezeichnet: zuletzt 2017 mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien.

Teresa Präauer
, geb. 1979 in Linz, ist Autorin und bildende Künstlerin. Präauer
veröffentlichte 2012 – alle Bücher bei Wallstein – den Roman Für den Herrscher aus Übersee, der mit dem aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Im Herbst 2014 erschiender Künstlerroman Johnny und Jean, für den sie u. a. den Droste-Literaturförderpreis erhielt. 2016 folgte der dritte Roman
Oh Schimmi, ein „formvollendet freier Roman […], verrückt, verstörend, sehr komisch und auch tragisch“ (Die Zeit). 2017 war Teresa Präauer Writer in
Residence am Grinnell College in den USA. Im selben Jahr wurde sie mit dem Erich Fried Preis ausgezeichnet. 2018 folgte der erzählerische Essay Tier werden und zuletzt 2021 der Prosaband Das Glück ist eine Bohne. Teresa Präauer lebt in Wien.
Susanne Schüssler, geb. 1962 in München, studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München Germanistik, Kommunikationswissenschaften und Verlagsrecht. Nach ihrer Promotion begann sie 1991 ihre Tätigkeit im Verlag Klaus Wagenbach in Berlin. Im Jahr
2000 übernahm sie die Geschäftsführung des Verlags. Seit 2002 ist sie zudem die Leiterin des Verlags und seit 2015 die alleinige Gesellschafterin.
Im Jänner 2012 wurde Susanne Schüssler zum Commendatore des Verdienstordens der Italienischen Republik für ihre besonderen Verdienste bei der Förderung und Verbreitung der italienischen Kultur ernannt. 2018 wurde sie als Verlegerin des Jahres ausgezeichnet.