Aberglaube im Umfeld von Schwangerschaft und Geburt


Referentin: MMag. Dr. Sonja Bachhiesl, Wolfsberg

Die Bedeutung des Terminus „Aberglaube“ ist kontextabhängig; zum Teil überlappt er sich mit dem Begriff des Volksglaubens; ein spezieller Aspekt ist die kriminelle Ausnutzung des Aberglaubens — der Aberglaube erscheint somit stets negativ konnotiert. Dem hat Hans Bender die Parapsychologie als eine „positive Kritik des Aberglaubens“ gegenüber gestellt, in dem Sinne, daß es um Aufklärung geht, welche Phänomene — welche „Außergewöhnlichen Erfahrungen“ (AgE) — aufgrund parapsychologischer Forschung grundsätzlich als real vorkommende „psi-Phänomene“ eingestuft werden können, also sozusagen, um Spreu vom Weizen zu trennen. Der Glaube an die Möglichkeit eines nicht-physischen Einflusses auf das Ungeborene im Wege der werdenden Mutter ist uralt, gleichzeitig ist er, wie so oft, bipolar. Die alten Griechen empfahlen den Schwangeren, gezielt den Anblick schöner Statuen zu suchen, um schön gestaltete Kinder zu gebären, und auf der anderen Seite mag man an das „Versehen“ der Schwangeren denken, bei dem sich schreckhafte Erlebnisse der werdenden Mutter sozusagen in den Fötus „einbrennen“ — eine Problematik sowohl der Parapsychologie (bio-PK) wie auch der Psychosomatik.

MMag. Dr. jur. Sonja Bachhiesl, Begründerin der „Spielosophie“, Autorin von Buchbeiträgen in und Mitherausgeberin von Tagungsbänden, insbesondere zur Philosophie und Kriminalwissenschaft, Verfasserin einer Künstlerbiographie, Projekt „Aberglaube“ in Kooperation mit dem Volkskundemuseum Graz, Museumsguide und Stadtführerin