Spukhäuser im Alten Wien


Referentin: Gabriele Hasmann, Baden b/Wien
„Spuk“ — ein Jahrhunderte altes Skandalon für die „aufgeklärte“ Welt.
Eingangs kurze Einführung in die Psychologie des Spuks sowie die Interdisziplinarität der Spukforschung zwischen Parapsychologie, historischer Quellenforschung, Volkskunde und Erzählforschung (Prof. Peter Mulacz). Gabriele Hasmann, Autorin zahlreicher Sachbücher — zuletzt „Schattenkinder“ — und Journalistin, berichtet im Hauptteil über historische Fälle sogenannten „ortsgebundenen“ Spuks in Wien und analysiert die argumentative Tragfähigkeit der zugrundeliegenden Quellen. Allgemein bekannte Fälle sind das „Hebbelhaus“ sowie das Sühnhaus, in dem Sigmund Freud seine erste eigene Wohnung bezog und in dem sich kurz darauf ein dramatischer Suizid abspielte. Nicht zuletzt taucht das Problem auf, daß das Gefühl des Unheimlichen eines Orts die rationale Sicht auf die Ereignisse verdunkeln mag.