Vortrag:  Amerikas älteste kartografische Geburtsurkunde aus dem Jahr 1508 und der da Vinci-Globus aus dem Jahr 1504: eine anthropologische Annäherung


Mittwoch, 20.05.2026 (18:30 Uhr)
Naturhistorisches Museum – Vortragssaal
1010 Wien, Maria Theresien Platz
 
VORTRAG

Prof. Dr. Stefaan Missinne
(Fellow of the Royal Geographical Society, London)

 Amerikas älteste kartografische Geburtsurkunde aus dem Jahr 1508 und der da Vinci-Globus aus dem Jahr 1504: eine anthropologische Annäherung.

Im Jahr 2025 entdeckte Missinne ein kleines Büchlein aus dem Jahr 1507 mit dem Titel „Speculi orbis….“  von W. Lud aus St. Dié-des-Vosges und gelangte so zu neuen Erkenntnissen über die Geschichte der Namensgebung Amerikas. Matthias Ringmann, ein junger französischer Dichter aus dem Elsass, verwendete die anthropologischen Beschreibungen des italienischen Entdeckers Amerigo Vespucci über die Sitten und Gebräuche der Ureinwohner Amerikas für sein Gedicht, in dem er den Namen „Albericus” (August 1505) in den Begriff „Americi” (März 1507) änderte und diesen anschließend durch „America” (April 1507) ersetzte. Weltweit existieren nur zwei Exemplare des Büchleins, von denen eines in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien aufbewahrt wird. Dieser Vortrag findet anlässlich des 250-jährigen Jubiläums der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika statt.

 

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