Formen und Macht der Manipulation


Eine Bestandsaufnahme unter besonderer Berücksichtigung von Fernhypnose und Mentalsuggestion.

Referent: HR i. R. Dr. Günther Fleck, Pfaffstätten.

Jede Interaktion besitzt das Potential zur Manipulation. Das alltäglichste Beispiel ist die Beeinflussung der Menschen durch die Massenmedien, wobei ausgeklügelte psychologische Maßnahmen wie z. B. „Framing“, aber auch das einfache Weglassen von relevanten Elementen zum Tragen kommen, um den jeweils gewünschten Effekt zu erzielen, und zwar in der Politik (Entscheidung an der Wahlurne) ebenso wie auch in der Wirtschaft (Kaufentscheidung).

Besonders schlagend wird diese Methoden bei geheimdienstlichen Operationen, wo ethische Gesichtspunkte üblicherweise keine Berücksichtigung finden.

Nicht zuletzt geht es darum, den Klienten — oder das Opfer — in einen Zustand gesteigerter Aufnahmebereitschaft (verminderter Kritik, verminderten Widerstands) zu versetzen, sei es durch Drogen, sei es durch die Anwendung subtiler psychologischer „Tricks“, sei es durch die Induktion veränderter Bewusstseinszustände, z. B. Hypnose.

Induktion der Hypnose unter Abschirmung von Sinneseindrücken (z. B. spezielle Kammern oder einfach eine entsprechend große räumliche Distanz zwischen Hypnotiseur und Versuchsperson) fällt definitionsgemäß in den Zuständigkeitsbereich der Parapsychologie. Zu nennen sind hier die Experimente des Psychiaters Pierre Janet, der seine Vp. Léonie aus der Entfernung beeinflussen hat können, und die des Physiologen Leonid L. Wassiliew, dessen Vpn sich für das Experiment in einer Bleikammer (einem sehr guten Faradayschen Käfig) befanden und währenddessen durch Mentalsuggestion zum Einschlafen gebracht wurden.