Profilbild - Sébastien Couillard-Després

Univ.-Prof. Dr. Sébastien Couillard-Després leitet seit 2013 das Institut für Experimentelle Neuroregeneration an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg. Sein Doktoratsstudium schloss er 2001 an der McGill University in Montreal, Kanada, ab, wo er an präklinischen Modellen neurodegenerativer Erkrankungen arbeitete. Anschließend wechselte er an die Universität Regensburg, Deutschland, wo er 2010 seine Habilitation im Fach Experimentelle Neurowissenschaften erlangte.

Im Jahr 2013 gründete er das Institut für Experimentelle Neuroregeneration, das sich der Entwicklung von Therapien für Erkrankungen des zentralen Nervensystems, insbesondere für Rückenmarksverletzungen, auf Basis präklinischer Modelle widmet. Seine wissenschaftliche Arbeit umfasst mehr als 130 peer-reviewte Publikationen. Dabei werden innovative (Stamm-) Zellpopulationen, extrazelluläre Vesikel und neue Biomaterialien erforscht.

Seine Forschungsaktivitäten sind eng mit der akademischen Ausbildung am Institut verknüpft und bieten zahlreichen Nachwuchswissenschaftler*innen und Studierenden die Möglichkeit, Bachelor-, Master- und Doktorgrade zu erwerben. Prof. Couillard-Després ist überzeugt von der Bedeutung des wissenschaftlichen Austauschs und des Dialogs mit der Öffentlichkeit, um Sichtbarkeit, Verständnis und Akzeptanz von Wissenschaft in unserer komplexen Gesellschaft zu fördern.

Kurz nach seinem Umzug nach Österreich trat er der Österreichischen Gesellschaft für Neurowissenschaften – Austrian Neuroscience Association (ÖGN-ANA) bei und wurde 2019 erstmals in deren Vorstand gewählt. Derzeit ist er Präsident der ANA; seine Amtszeit endet Ende 2025.

Mit seiner Kandidatur für die Position des Vizepräsidenten möchte er sich in den kommenden Jahren aktiv in die VWGÖ einbringen. Er ist überzeugt, dass die VWGÖ eine wertvolle Plattform bietet, um wissenschaftliche Gesellschaften zu vernetzen und ihre Wirkung, sowohl für die Mitglieder als auch für die Gesellschaft insgesamt, zu stärken. Durch gemeinsames Handeln können neue Möglichkeiten und stärkere Perspektiven entstehen, insbesondere für kleinere wissenschaftliche Gesellschaften.