Profilbild - Birgit Willinger


A.o. Univ.-Prof. Dr. Birgit Willinger ist Fachärztin für Hygiene und Mikrobiologie mit dem Additivfach für Infektiologie und Tropenmedizin und leitet die Abteilung für Klinische Mikrobiologie des Klinischen Instituts für Labormedizin und derzeit auch das Comprehensive Center for Infection Medicine an der Medizinischen Universität Wien. Bereits zu Beginn ihrer Facharztausbildung widmete sie sich der medizinischen Mykologie und baute die mykologische Diagnostik der Klinischen Abteilung für Klinische Mikrobiologie im Wiener AKH von 1991 weg auf und etablierte neben der konventionellen Diagnostik auch molekulare Methoden zum Nachweis von invasiven Mykosen. Birgit Willinger leitet auch das nationale Referenzzentrum für Hefen und Schimmelpilze und ist in dieser Funktion auch für die Erstellung des Berichts zur Entwicklung von Resistenzen bei Candida spp. im Rahmen des AURES-Berichts zuständig. Auch ihr wissenschaftlicher Fokus liegt auf der mikrobiologischen Diagnostik von Pilzinfektionen, der Resistenztestung und -entwicklung sowie der Epidemiologie von Pilzinfektionen beim Menschen. 2023 gelang es gemeinsam mit der Klinischen Abteilung für Infektiologie und Tropenmedizin als Exzellenzzentrum der European Confederation of Medical Mycology ausgezeichnet zu werden.

Birgit Willinger ist Gründungsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Medizinische Mykologie (ÖGMM) und wurde dreimal für die jeweils zweijährige Periode (2006–2012) zur Präsidentin gewählt. Seit 2006 ist sie Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Antimikrobielle Chemotherapie (ÖGACH) und bekleidet derzeit die Funktion der Präsidentin.

Seit 2010 gehört sie dem Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin (ÖGHMP) an und war von 2018 – 2022 die Vorsitzende der ÖGHMP. Birgit Willinger sind auch die Anliegen der jungen Kolleg:innen im Fach „Klinische Mikrobiologie und Hygiene“ besonders wichtig. Sie hat daher noch als Vorsitzende der ÖGHMP die Etablierung der „Jungen ÖGHMP“ initiiert, um junge Kolleg:innen zu fördern und ihnen einen einfachen Zugang zu Expert*innen auf diesem Gebiet zu ermöglichen.

Von 2020 – 2023 war sie als Vorsitzende der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft (DMykG) auch für Agenden in Deutschland zuständig. Von Mai 2019 bis Oktober 2022 war sie – bereits zum zweiten Mal – Leiterin der Sektion „Antimykotische Therapie“ der Paul-Ehrlich Gesellschaft. Seit 2017 ist sie beratend als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Robert-Koch-Instituts tätig. 2022 wurde sie zum Fellow der European Society for Microbiology and Infection (ESCMID) ernannt. Im VWGÖ ist sie seit 2022 als Vizepräsidentin aktiv.