Mo, 15.03.2021, 19.00 Uhr
Preisverleihung mit Gespräch & Lesung
Grußworte: Robert Huez (Literaturhaus Wien)
Laudatio: Daniela Strigl (Literaturkritikerin / Universität Wien)
Gespräch mit der Autorin: Stefan Gmünder(Literaturkritiker Der Standard / Volltext)
Lesung: Marlene Streeruwitz
Veranstaltungen mit Marlene Streeruwitz versprechen immer engagierte Gespräche auf hohem intellektuellem Niveau, dabei gut nachvollziehbar. Kaum jemand sonst kann so konzise und anschaulich über auch komplexe (literatur-)politische Fragen sprechen. Immer hellwach auf der Bühne, ist sie ebenso streitbar wie zugewandt und sieht genau dorthin, wo sich Literatur, Politik und Leben so verzahnen, dass es wehtut. Die Programmleiterinnen und Programmleiter der im Netzwerk verbundenen Literaturhäuser ehren deshalb Marlene Streeruwitz als eine Autorin, die sich in besonderem Maße um das Gelingen von Literaturveranstaltungen verdient gemacht hat. (Auszug aus der Preisbegründung)
Das Netzwerk der Literaturhäuser vergibt jedes Jahr den Preis der Literaturhäuser – 2020 wurde diese Auszeichnung der österreichischen Autorin und Regisseurin Marlene Streeruwitz zugesprochen.
Verbunden mit dem Preis ist traditionell eine Lesereise durch die Häuser des Netzwerkes, dem 15 Literaturhäuser in Deutschland, der Schweiz und Österreich (Salzburg und Wien) angehören.
Pandemie bedingt konnte diese Lesereise nicht stattfinden, ebenso wenig die offizielle Preisverleihung auf der Leipziger Buchmesse. Die Preisverleihung wird nun im Literaturhaus Wien nachgeholt und der Live-Stream der Veranstaltung von den Mitgliedern des Netzwerkes übernommen.
Frühere Preisträger/innen waren u. a. Ulrike Draesner, Bodo Hell, Michael Lentz, Anselm Glück, Elke Erb, Feridun Zaimoglu, Hanns Zischler, Judith Schalansky und Nicolas Mahler.
In Baden bei Wien geboren, studierte Marlene Streeruwitz Slawistik und Kunstgeschichte und arbeitete zunächst als Regisseurin und Autorin von Theaterstücken und Hörspielen.
1996 erschien bei Suhrkamp ihr erster Roman Verführungen, für den sie u. a. mit dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet wurde. Es folgten bei S. Fischer zahlreiche weitere Romane, darunter Nachwelt (1999), Die Schmerzmacherin
(2011), Nachkommen (2014) und 2019 Flammenwand, der auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis stand. Ihre neueste Veröffentlichung So sind wir geworden. Der Covid-19-Roman ist 2020 im Wiener Verlag Bahoe Books erschienen.
Außerdem erschienen zahlreiche Essays, Erzählungen und Poetik-Vorlesungen. Marlene Streeruwitz wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter mit dem Literaturpreis der Stadt Wien, dem Bremer Literaturpreis und dem Franz-Nabl-Preis.
