Die Beteiligung des Österreichisch-Türkischen Kontingentes an der archäologischen Expedition Kyzyl-Kuragino im Sommer 2015 in Südsibirien


Zwölf Archäologiestudenten aus Österreich und der Türkei schlossen sich 2015 zu einem Kontingent zusammen, um an russischen Ausgrabungen mitzuwirken. Ihr einmonatiges Unterfangen führte sie dabei über Moskau in die schwer zugänglichen Urlandschaften Südsibiriens.
Vor Ort wurden sie in zwei etwa 600km voneinander entfernte Grabungsteams aufgeteilt: Das im sibirischen Urwald gelegene Camp “ERMAK” im Gebiet Krasnojarsk und dem Camp “VALLEY OF THE KINGS” in der Steppe der Republik Tuwa.
Archäologische Ausgrabungen in Südsibirien sorgen immer wieder für Aufsehen durch teilweise bemerkenswert gut erhaltene Funde. Besonders beeindruckend sind die goldreichen, teils gewaltigen Grabanlagen der “Skythen”. Diese Reitnomaden bewohnten etwa in der Mitte des 1. Jt. v. Chr. die eurasische Steppe. Sie werden heute mit den damals bei uns beheimateten sog. “Kelten” in Verbindung gebracht.