¡Ausgezeichnet! Reinhard-Priessnitz-Preis 2025 Verleihung an Yevgeniy Breyger


Laudatio: Margret Kreidl.
Preisverleihung: Gustav Ernst und Robert Schindel.
| Lesung: Yevgeniy Breyger.

Der mit 5.000 Euro dotierte Reinhard-Priessnitz-Preis erinnert an einen der bedeutendsten Vertreter der Neuen Poesie, an den Wiener Autor Reinhard Priessnitz (1945–1985). Er wird vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport finanziert und seit 1994 jährlich an Autor:innen vergeben, die in deutscher Sprache schreiben.

Der Autor Yevgeniy Breyger ist der Preisträger im Jahr 2025. Seine Texte, so heißt es in der Jurybegründung „schmiegen sich nicht an wie das Kätzchen in einem seiner Gedichte. Mit seiner wuchtigen Sprache/seinen Sprachen schlägt er Kerben in die Gegenwart.“ Die Jurymitglieder Robert Schindel und Gustav Ernst würdigen Breygers Sound, der „durch die kunstvolle Verwebung poetischer Bilder fragiler Landschaften mit einer literarisierten Mündlichkeit“ überrasche und heben seine investigative Poesie hervor, die es vermag „auf subversive und raffinierte Weise aufklärerisch zu sein.“ Die Laudatio wird die Autorin Margret Kreidl halten.

Yevgeniy Breyger wurde 1989 im ukrainischen Charkiw geboren und lebte ab 1999 mit seiner Familie in Magdeburg. Nach Studien des Kreativen Schreibens, Kulturjounalismus und der Curatorial Studies in Hildesheim,
Leipzig und Frankfurt am Main debütierte er 2016 mit seinem Lyrikband flüchtige monde (kookbooks), dem die Bände Gestohlene Luft (kookbooks, 2020) Kryptomagie (mikrotext, 2022) und Frieden ohne Krieg (kookbooks, 2023) folgten. Im Februar 2026 erscheint sein Gedichtband hallo niemand im Suhrkamp Verlag. 2027 folgt ebenda sein erster Roman. Yevgeniy
Breyger lebt und arbeitet in Wien, wo er als Senior Lecturer Literarisches Schreiben am Institut für Sprachkunst der Universität für Angewandte Kunst Wien lehrt. Für sein Werk erhielt er unter anderem 2019 den Leonceund-
Lena Preis der Stadt Darmstadt, 2021 den Lyrikpreis München, 2023 den manuskripte-Preis des Landes Steiermark und den Christine Lavant Preis, 2024 den Klopstock-Preis und 2025 den Literaturpreis des Kulturkreises der
deutschen Wirtschaft.