„Steinfest schreibt die amüsanteste und intelligenteste Literatur unserer Gegenwart“, so der deutsche Literaturkritiker Denis Scheck. Im Vorjahr hat der seit vielen Jahren in Stuttgart lebende Österreicher Heinrich Steinfest gleich zwei großartige Bücher veröffentlicht: die Amsterdamer Novelle und den Krimi Die Möbel des Teufels. Pandemiebedingt konnte er keines seiner neuen Bücher in Wien vorstellen. Das soll nun nachgeholt werden.
Heinrich Steinfest stellt seine Bücher lesend und im Gespräch mit Fritz Ostermayer – Autor, DJ, Musiker, Leiter der schule für dichtung wien und seit langem ein begeisterter Heinrich-Steinfest-Leser – vor.
Die Amsterdamer Novelle, knapp, pointiert und rasant, endet, wie sie beginnt, mit einem Foto: Es zeigt den Kölner Roy Paulsen, wo er nicht sein kann, in Amsterdam. Er ist nie dort gewesen, und doch sieht man, wie er mit dem Rad an einer Gracht entlangfährt. Paulsen könnte dieses Bild als kuriose Verwechslungsgeschichte abtun. Genau das aber tut er nicht – Paulsen fährt nach Amsterdam und begibt sich auf die Suche nach dem Haus, das hinter dem Radfahrer zu sehen ist. Er gerät in eine tödliche Auseinandersetzung, die sein Leben in eine neue Richtung lenkt – genau auf den Moment des Fotos zu.
„Heinrich Steinfest hat mit der Amsterdamer Novelle ein literarisches Kleinod vorgelegt, bei dem man sich wundert, wie viel Handlung, Gedanken, Stimmungen und Wendungen auf 100 Seiten Platz haben. Ein Buch, das man gelesen haben sollte“, schrieb Die Presse.
Die Möbel des Teufels ist der sechste Band der Markus-Cheng-Reihe. Nach 44 Jahren kehrt Leo Prager aus dem Südpazifik zurück nach Wien: Dort liegt seine Schwester Eva zur Identifikation in der Gerichtsmedizin – und für Leo stellen sich viele Fragen. Wer tötet eine Parlamentsstenografin? Ist der Mord politisch, oder liegt das Motiv in Evas streng gehütetem Privatleben? Dass er bei den Antworten von Chengs Frau Unterstützung erfährt, ist nichts als reiner Zufall. Aber ein glücklicher.
Heinrich Steinfest wurde 1961 geboren. Albury, Wien, Stuttgart – das sind die Lebensstationen des erklärten Nesthockers und preisgekrönten Autors, welcher den einarmigen Detektiv Cheng erfand. Er wurde mehrfach mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet, erhielt 2009 den Stuttgarter Krimipreis und den Heimito-von-Doderer-Literaturpreis. Bereits zweimal wurde Heinrich Steinfest für den Deutschen Buchpreis nominiert: 2006 mit Ein dickes Fell; 2014 stand er mit Der Allesforscher auf der Shortlist. 2016 erhielt er den Bayerischen Buchpreis für Das Leben und Sterben der Flugzeuge, 2018 wurde Die Büglerin für den Österreichischen Buchpreis nominiert, zuletzt erschien von ihm bei Piper Der Chauffeur.
(Mit freundlicher Unterstützung von Piper)
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