Der Wiener Arzt und Schriftsteller Paul Engel (geboren 1907, gestorben 1997 in Quito/Ecuador) emigrierte 1938 mit seiner Familie nach Bogotá/Kolumbien und arbeitete an der dortigen Universidad Libre als Professor für Endokrinologie. 1950 folgte der Umzug nach Quito, wo er eine Professur für Biologie und allgemeine Pathologie erhielt.
Als Diego Viga veröffentlichte er zahlreiche Romane und Erzählungen. In Die Unpolitischen (erschienen 1969) schildert er – ausgehend von seiner eigenen Biografie – die Notlage einer jungen jüdischen Generation, die nach dem „Anschluss“ Österreichs einen Ausweg für sich und ihre Familien sucht.
Der Herausgeber Erich Hackl wird den Roman im Gespräch mit Diego Vigas Tochter Teresa Engel Monath vorstellen.
Lesung aus dem Roman: Sebastian Klein.
Moderation: Jorghi Poll (Edition Atelier).
Erich Hackl, geb. 1954 in Steyr, lebt als Autor und Übersetzer in Wien und Madrid; wurde vielfach – zuletzt 2020 mit dem Theodor-Kramer-Preis – ausgezeichnet. 2022 erschien Rudolf Schönwald: Die Welt war ein Irrenhaus. Meine Lebensgeschichte. Nacherzählt von Erich Hackl (Zsolnay).
(Eine Veranstaltung der Österreichischen Exilbibliothek)
