Andrej Kurkow “Graue Bienen” (Diogenes, 2019) & Oleksij Tschupa “Märchen aus meinem Luftschutzkeller” (Haymon, 2019)


Buchpräsentation & Lesungen
Moderation: Erich Klein (Journalist & Literaturkritiker)
Lesung der deutschen Übersetzungen: Ursula Scheidle
Andrej Kurkow erkundet in Graue Bienen (Übersetzung aus dem Russischen:
Johanna Marx und Sabine Grebing) die Welt der sozialen Insekten. Bienenzüchter Sergej lebt im Donbass, wo ukrainische Kämpfer und prorussische Separatisten Tag für Tag aufeinander schießen. Sergej überlebt nach dem Motto: nichts hören, nichts sehen – sich raushalten. Eines Frühlings bricht der Imker auf: Er will die Bienen in eine Gegend bringen, wo sie wieder Nektar sammeln können.
Andrej Kurkow, geb. 1961 in St. Petersburg, lebt seit seiner Kindheit in Kiew und schreibt in russischer Sprache. Er studierte Fremdsprachen, war Zeitungsredakteur, Kameramann und schrieb Drehbücher. Sein Roman Picknick auf dem Eis (Diogenes, 2000; übers. v. Christa Vogel) wurde ein Welterfolg. Kurkow lebt als freier Schriftsteller in Kiew und arbeitet auch für Radio und Fernsehen.
Exzentrische Hedonisten und Kleinganoven, einsame Existenzen und widerspenstige Underdogs – Oleksij Tschupa versammelt in seinem ersten von Claudia Dathe ins Deutsche übersetzten Roman eine anarchische Hausgemeinschaft in farbenprächtiger Sprache und mit feinem Gespür für die Absurditäten des
menschlichen Daseins.
Oleksij Tschupa, geb. 1986 in Makijiwka/Ostukraine (heute: „Volksrepublik
Donezk“), lebt in Letytschiw/Zentralukraine; er studierte in Donezk ukrainische Philologie. Er setzt sich mit der Identität und den sozialen Verwerfungen des Donbas auseinander, mit der Geschichte der Sowjetunion und den ersten Jahren der ukrainischen Unabhängigkeit.
(In Kooperation mit der BUCH WIEN, dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres und der Botschaft der Ukraine in Österreich zum Kulturjahr 2019 Österreich Ukraine)